Selbstverteidigung mit Kickboxen Techniken
Kickthai - Thaiboxen, Muay Thai und Kickboxen

Selbstverteidigung mit Kickboxen Techniken


Was kann Kickboxen zur Selbstverteidigung in einer brenzligen Situation leisten? Wie lange es dauert, bis man überhaupt in der Lage ist, Kickboxen als Selbstverteidigung anzuwenden?

Kickboxen als Selbstverteidigung

Bild 1: Selbstverteidigung mit Kickboxen

Voraussetzungen für eine effektive Selbsverteidigung

Zur effektiven Selbstverteidigung mit Kickboxen müssen die eigenen Fähigkeiten richtig eingeschätzt werden:

Wissen und Erfahrung, wie man Techniken richtig anwendet

Zur wirkungsvollen Anwendung einer Technik muss man zunächst ihren schulmäßigen Bewegungsablauf lernen. In der nächsten Phase geht es darum, die Technik am Boxsack, beim Pratzentraining oder im Sparring anzuwenden, um zu sehen, was man selbst mit dieser Technik bewirkt. Dieses Kontaktgefühl ist durch nichts zu ersetzten. Eine Technik, die man beim Schattenboxen beherrscht, muss noch keine besondere Wirkung beim Auftreffen auf einen Gegner haben. Man muss eine Technik anfangs recht häufig trainieren, bis man sie schnell und kraftvoll ausführen kann.


Kombinationen und Finten statt Einzeltechniken

Der nächste wichtige Schritt ist, die Technik mit Finten, Körpertäuschungen und anderen Techniken zu Kombinationen zu verbinden. Ein einzelner Schlag ohne Vorbereitung ist erkennbar und gut zu kontern. Der Gegner muss in die Irre geführt werden. Je nach Motivation kann für den gesamten Prozess von der ersten Lernphase bis zur realistisch anwendbaren Technik gut und gerne ein halbes bis ein ganzes Jahr vergehen.

Die eigene Fitness richtig beurteilen

Wissen und Erfahrung rund um Techniken sind recht nutzlos, wenn die Fitness fehlt, um die Techniken explosiv ausführen zu können. Fitness bedeutet vor allem Schnellkraft und je nach Länge eines Kampfes auch Kondition. Jeder Mensch, also auch jeder Gegner, besitzt mehr oder minder eine gewisse Reaktionszeit, die es mit Schnelligkeit der Techniken und mit Kreativität in Form von Körpertäuschungen auszutricksen gilt. In einem schlechten Fitnesszustand besteht nur eine geringe Wahrscheinlichkeit, dass die Techniken ihr Ziel erreichen und Wirkung hinterlassen. Bei der Fähigkeit, sich selbst verteidigen zu können, spielt die eigene Fitness eine entscheidene Rolle.

Das bedeutet also:

Je nach Kraft, Gewicht und körperliche Fähigkeiten des Gegners ist eine gewisse Grundfitness notwendig. Mit dem Wissen und der Erfahrung um verschiedene Techniken in Verbindung mit einer guten Fitness erhöht man seine Chancen, sich effektiv selbst verteidigen zu können.

Was ist von Crashkursen in Selbstverteidigung zu halten?

Bis hierhin sollte klar geworden sein, dass die Fähigkeit zur effektiven Selbstverteidigung Zeit und regelmäßiges Training von Technik und körperlicher Fitness erfordert. Kann das ein Crashkurs in wenigen Wochen leisten? Wohl kaum. Der Trainingsleiter kann noch so erfahren und hoch dekoriert sein. Auch er hat keinen Zauberstab, mit dem er Wunder bewirken kann. Sparen Sie sich das Geld für Kurse, die Selbstverteidigung als eine Fähigkeit anpreisen, die man in wenigen Wochen lernt und dann ein ganzes Leben ohne weiteres dazutun anwenden kann. Gehen Sie lieber gleich zum richtigen Kampfsporttraining. Ein Probetraining sollte überall angeboten werden, sodass Sie schauen können, welche Kampfsportart und welcher Verein Ihnen am besten gefallen. Aber verabschieden Sie sich von der Vorstellung, überdurchschnittliche kämpferische Fähigkeiten in kurzer Zeit zu erlangen, und vor allem auch davon, dass ein Gegner auf der Straße genau so angreift wie ein Trainingspartner mit vorher abgesprochenen Angriffstechniken.

Vorteile und Grenzen von Kickboxen in der Selbstverteidigung

Grundsätzlich sollte man bei einem Zweikampf immer verhindern, dass der Gegner einem zu nah kommt. Bei Griffen und Umklammerungen können Kontrahenten ihre Kraft- und Gewichtsvorteile ausspielen. Wurf- und Hebeltechniken können dann eventuell unbrauchbar sein.


Kickboxen ist eine Distanz-Kampfsportart. Mit Box- und Beintechniken kann man den Gegner auf Distanz halten oder aus der Distanz attackieren. Diese Techniken sind im Vergleich zu Wurf- und Hebeltechniken relativ leicht zu lernen und anzuwenden. Auch spielen bei Box- und Beintechniken Gewicht und Kraft nicht so eine bedeutende Rolle.


Die Vorteile von Kickboxen gegenüber Kampfsporten nur bestehend aus Hebel- und Wurftechniken sind:


  • Schlag- und Tritttechniken sind weniger aufwendig zu lernen als Hebel- und Wurftechniken und leichter anzuwenden.
  • Die Kickboxtechniken können auch ohne Trainingspartner am Boxsack oder beim Schattenboxen trainiert werden.
  • Gewichts- und Kraftvorteile des Gegners können durch Schnelligkeit und Technik ausgeglichen werden.

Weitere Vorteile von Kickboxen sind:


  • Die Techniken im Kickboxen können aus dem Training in eine realistische Selbstverteidigungssituation übertragen werden.
  • Die Boxtechniken begrenzen Kickboxen nicht auf spektakuläre Beintechniken. Somit kann Kickboxen bis ins hohe Alter betrieben werden.
  • Kickboxen ist ein umfassendes Trainingsprogramm für den gesamten Körper und kann alternativ zur Verbesserung der Fitness betrieben werden.

An dem Punkt, wo der Gegner einen greift, umklammert oder zu Boden wirft, werden Boxtechniken und Kicks unbrauchbar. Dann müssen Techniken aus anderen Kampfsportarten angewendet werden, die speziell auf solche Situationen ausgelegt sind.

Anmerkung:

Grundsätzlich sollte jeder Kampf abseits von fairen Wettkämpfen vermieden werden. Manchmal helfen aber keine Worte und gutes Zureden, um Aggressoren zu beschwichtigen.


Vorschau
Kickboxen Kindertraining
Kickboxen Kindertraining

Mit Kickboxen finden Kinder einen guten Einstieg in eine Kampfsportart. Das Training schult die Reflexe, verbessert die körperliche Fitness und ermöglicht eine wirkungsvolle Selbstverteidigung. Durch den umfangreichen Körperschutz werden Kinder langsam an die Härte herangeführt, ohne durch übertriebene Härte die Lust am Kickboxen zu verlieren.

Entstehung und Geschichte von Kickboxen
Entstehungsgeschichte von Kickboxen

Die Entstehung der noch sehr jungen Kampfsportart Kickboxen geht auf die 1970iger Jahre zurück. Die Vereinheitlichung von Regeln und Techniken und die Einführung von Schutzausrüstungen waren revolutionäre Schritte. Kickboxen ist erst in der jüngeren Geschichte aus Kampfsportarten wie Karate entstanden. Unter einem Kampfsystem mit festgelegten Techniken und einheitlichen Regeln sollten sich die Kämpfer mit Schutzausrüstung auf Wettkämpfen messen.

Ablauf des Trainings beim Kickboxen
Kickboxen als Selbstverteidigung

Im Kickboxen finden Sie Trainingseinheiten zu Technik, Schlagkraft und Ausdauer. Man startet mit leichtem Aufwärmen ins Training, geht dann zum Techniktraining über und bendet die Übungsstunde mit der Veresserung von Schnellkraft und Ausdauer.

Lernen der Kickboxen Kampftechniken
Lernen der Kampftechniken beim Kickboxen

Kickboxen enthält neben den klassischen Boxschlägen auch Beintechniken, die beispielsweise aus dem Karate bekannt sind. Die Verwendung von Lowkicks und Fußfegern ist verbandsabhängig geregelt. Das Schlagen auf den Rücken und das Werfen des Gegners ist in allen Verbänden verboten.

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