Kickboxen - Entstehung und Geschichte
Kickthai - Thaiboxen, Muay Thai und Kickboxen

Kickboxen Entstehungsgeschichte


Die Entstehung der noch sehr jungen Kampfsportart geht auf die 1970iger Jahre zurück. Die Vereinheitlichung von Regeln und Techniken und die Einführung von Schutzausrüstungen waren ein revolutionärer Schritt für den Wettkampfsport.

Roundhouse-Kick bei einem Wettkampf

Bild 1: Kickboxen mit Schutzausrüstung

Von der Grundsteinlegung zum Wettkampfsport

Der Grundstein des Kickboxens wurde in einem Winterurlaub in Acapulco gelegt. Mike Anderson und Georg F. Brückner berieten über eine Idee, die eine weltweite Revolution einleiten sollte. John Rhee hatte die erste Schutzkleidung entwickelt. Er setze damit die Vision von Bruce Lee, der unvergessenen Kung Fu Film Ikone, um. Bruce Lee sah die Zukunft der asiatischen Kampfkünste nicht in traditionellen Werten und philosophischen Auffassungen, sondern in der möglichst realistischen Anwendung im sportlichen Wettkampf. Seine Idee war die Austragung von Zweikämpfen mit einheitlichen Regeln und Schutzausrüstung, um die Verletzungsgefahr zu minimieren. Keine weltfremden Trockenübungen mehr, sondern hin zur Wirklichkeit. Die Techniken Millimeter vor dem Gegner zu stoppen konnte nur in der Theorie funktionieren, nicht aber in der unkalkulierbaren Bewegung von zwei Kämpfern. Also mussten Schutzausrüstungen her, denn trotz Leichtkontakt oder Nullkontakt kam es bei den Karatetunieren zu unzähligen Nasen- und Rippenbrüchen und ausgeschlagenen Zähnen.

Einführung von Schutzausrüstung

Die erste Schutzkleidung wurde anfänglich skeptisch betrachtet und fand nur wenig Anklang. In der Schutzausrüstung sahen viele das Ende des traditionellen Grundgedankens hinter den Kampfsystemen und unsaubere Techniken. Dass viele traditionelle Kampfstile zur damaligen Zeit erst einige Jahrzehnte existierten und erst nach Ende des 2. Weltkrieges ihren Weg in die USA und in den späten 1950er Jahren nach Europa fanden, war für die Kritiker nicht von Bedeutung. Die schnelle Verbreitung der fernöstlichen Kampfsysteme in der westlichen Welt als Mittel effektiver Selbstverteidigung mit der Vermittlung von Kenntnissen über tödliche Techniken und der Erlangung von geheimnisvollem Wissen, dass den Anhängern eine große Überlegenheit im Kampf verschaffen würde, war berechtigt. Ebenso aber auch der moderne Gedanke mit dem Einsatz von Schutzausrüstungen. Begeistert von der Idee einer modernen Wettkampfversion, die sich bereits als lebendiger und ungefährlicher herausgestellt hatte, trieben Georg F. Brückner und Mike Anderson die Verbreitung in den USA und die Einführung in Europa voran.


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